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Vorführung bei der Polizei Limburg Süd

Dienstelle_BrunssumSkepsis schlägt dem Mantrailer – Ausbilder Jörg Weiß in Limburg/ Niederlande entgegen.

Der erfahrene Einsatzhunde­führer wurde von Dienshundestaffelleiter Felix Quaedackers der Polizei Limburg - Zuid eingeladen, um das bei der Holländischen Polizei bislang kaum bekannte Mantrailing vorzustellen.

Viele der anwesenden Diensthundeführer und Polizisten aus anderen Bereichen hörten das Wort „Mantrailing“ zum ersten Mal und belächelten anfangs die Ausfüh­rungen des 43jährgen Polizeihauptkommissars.

„Vor 12 Jahren schaute auch ich so skeptisch und dachte, hier weht aber ein starker Wind von der Märchenwiese“ be­gann der Polizeihauptkommissar seinen Vortrag.

In seinem Vortrag erläuterte er anschaulich neuste wissenschaftliche Ergebnisse, aber auch schon seit Jahrhunderten ge­nutztes, jedoch teilweise verloren gegangenes Wissen aus der Kynologie. Das Referat zeigte den Diensthundeführern die möglichen Leistungen, die Hunde fähig sind zu erbringen und das damit verbundene, aber noch nicht genutzte Po­tenzial im Bereich der Straftatenermittlung.

Vortrag

 

Immer wieder betonte der Referent, dass Mantrailer keine Wunderwaffen seien, aber einen sehr hohen Nutzen für die Polizeibehörden erbringen können.

Ungläubig und staunend hörten die ca. 50 Polizeibeamten aus allen Regionen Hollands zu.

„Alte Hasen“ hielten an ihrem traditionellen Wissen fest und erklärten dem Referenten offen ihre Zweifel, junge Dienst­hundeführer zeigten Neugierde und Wissensdrang.

„Sehr oft erlebe ich Zweifel und Skepsis an dieser Art der Personensuche und das ist auch richtig“ berichtet Jörg Weiß, „aber es funktioniert und das schon über Jahrzehnte. Wichtig ist die richtige Ausbildung des Hundes und die Qualifika­tion des Hundeführers.“

 

 

Mit sehr hoher Erwartungshaltung sahen die holländischen Kollegen einem Demonstrationstrail entgegen.

Keiner der Anwesenden, bis auf den Trailleger, kannte die Strecke. Nun sollte es sich zeigen, ob ein Hund-Mensch-Team in der Lage ist, quer durch die Stadt einen Menschen zu finden.

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Vermisst wurde ein 58- jähriger Mann, der Sonntagabend auf einem Parkplatz das letzte Mal gesehen wurde. Die Spur war 18 Stunden alt und es blies ein starker Wind über die grosse Fläche des Parkplatzes.

Ungläubig schauten 50 Augenpaare auf das Team Iris Burg und Mighty Mouse, da der Hund scheinbar nicht motiviert loslief, sondern erhobenen Kopfes die Richtungen abprüfte.

Nach ca. 1 Stunde und 2,5 km quer durch Brunssum identifizierte der Mantrailer eine männliche Person innerhalb eines Spielcasinos. „Gefunden!“ freute sich die Hundeführerin, denn Mighty Mouse ließ keinen Zweifel an der Richtigkeit ih­rer Anzeige.

Im Abschlussgespräch wurde der Weg und das gezeigte Suchverhalten genauestens analysiert. Viele der anwesenden Kollegen schüttelten die Köpfe. Es sei nicht zu glauben, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte.

„Es sieht so anders aus. Als würde der Hund spazieren.“ bemerkte ein Diensthundeführer lachend.

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Mighty Mouse war sichtlich erschöpft. „Dies ist eine Höchstleistung, die wir von dem Hund verlangen“ erklärte Jörg Weiß und schaute auf die dösende Hündin.

Der Diensthundestaffelleiter Felix Quaedackers bedankte sich für diesen informativen Tag rund ums Mantrailing bei Jörg Weiß und seiner Auszubildenden Iris Burg. Alle Beamten zeigten Respekt vor dem Wissen des Instruktors, der Leistung des Hundes und würden sich über eine weitere Fortbildung freuen.

 

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